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Welche arbeitsmedizinischen Vorsorgen benötigt Ihr Unternehmen?
Arbeitsmedizinische Vorsorgen gehören zu den wichtigsten Pflichten im Arbeitsschutz. Doch welche Untersuchungen tatsächlich erforderlich sind, hängt immer von den Tätigkeiten, Gefährdungen und Arbeitsbedingungen im Unternehmen ab.
Ob Büro, Bauunternehmen, Pflegeeinrichtung oder Produktion: Jede Branche bringt unterschiedliche gesundheitliche Belastungen und gesetzliche Anforderungen mit sich.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen schnellen Überblick darüber, welche arbeitsmedizinischen Vorsorgen in Ihrer Branche typischerweise relevant sind – verständlich, praxisnah und übersichtlich erklärt.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Welche Vorsorgen erforderlich sind, richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung.
- Je nach Tätigkeit können Pflicht-, Angebots- oder Wunschvorsorgen notwendig sein.
- Fehlende Vorsorgen können zu Bußgeldern, Haftungsrisiken und gesundheitlichen Schäden führen.
- Viele Unternehmen wissen nicht, welche Untersuchungen tatsächlich vorgeschrieben sind.
- Branchenbezogene Übersichten helfen dabei, schnell die relevanten Vorsorgen zu identifizieren.

Wissen
So finden Sie die passenden Vorsorgen
1. Branche auswählen
Wählen Sie Ihre Branche oder Ihren Tätigkeitsbereich aus der Übersicht aus.
2. Typische Gefährdungen erkennen
Erfahren Sie, welche gesundheitlichen Belastungen in Ihrer Branche häufig auftreten.
3. Relevante Vorsorgen prüfen
Sie sehen direkt, welche arbeitsmedizinischen Vorsorgen typischerweise erforderlich oder empfohlen sind.
Branchenübersicht
Büro, Verwaltung & Dienstleistungen
- Büro / Verwaltung
- IT-Unternehmen
- Softwareentwicklung
- Callcenter
- Finanzdienstleister
- Versicherungen
- Steuerberater
- Rechtsanwälte
- Unternehmensberatung
- Marketingagenturen
- Start-ups
- Personaldienstleister
- Immobilienverwaltung
- Öffentliche Verwaltung
- Bildungseinrichtungen (Verwaltung)
Industrie & Produktion
- Maschinenbau
- Metallverarbeitung
- Automobilzulieferer
- Chemische Industrie
- Kunststoffverarbeitung
- Elektrotechnik
- Lebensmittelproduktion
- Getränkeindustrie
- Pharmaindustrie
- Druck & Verpackung
- Textilindustrie
- Holzverarbeitung
- Papierindustrie
- Stahlindustrie
- Glasindustrie
- Feinmechanik
- Produktion allgemein
- Montagebetriebe
- Qualitätskontrolle
- Forschung & Entwicklung (Industrie)
Bau & Handwerk
- Bauunternehmen
- Hochbau
- Tiefbau
- Straßenbau
- Dachdecker
- Zimmerer
- Maler & Lackierer
- Elektriker
- SHK (Heizung/Sanitär/Klima)
- Trockenbau
- Fliesenleger
- Maurer
- Gerüstbau
- Garten- und Landschaftsbau
- Landschaftspflege
- Innenausbau
- Schreinerei
- Tischler
- Metallbau
- Handwerksbetriebe allgemein
Logistik & Transport
- Lagerlogistik
- Spedition
- Paketdienste
- Güterverkehr
- Kurierdienste
- Flughafenlogistik
- Hafenlogistik
- Lagerhäuser
- Distributionszentren
- Transportunternehmen
Gesundheit & Soziales
- Arztpraxen
- Allgemeinmedizin
- Facharztpraxen
- Zahnärzte
- Kliniken
- Krankenhäuser
- Pflegeheime
- ambulante Pflege
- Physiotherapie
- Ergotherapie
- Apotheken
- Rettungsdienste
- Labore
- medizinische Versorgungszentren
- Heilpraktiker
Handel & Dienstleistungen
- Einzelhandel
- Supermärkte
- Großhandel
- Einkaufszentren
- Autohäuser
- Werkstätten
- Friseure
- Kosmetikstudios
- Fitnessstudios
- Gastronomie
Sonstige relevante Branchen
- Hotels
- Reinigungsunternehmen
- Sicherheitsdienste
- Entsorgungsbetriebe
- Recyclingunternehmen
- Landwirtschaft
- Tierhaltung / Veterinär
- Fahrschulen
- Schulen & Kitas
- Event- & Veranstaltungsbranche
Warum arbeitsmedizinische Vorsorgen wichtig sind
Arbeitsmedizinische Vorsorgen dienen dazu, arbeitsbedingte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Gleichzeitig unterstützen sie Unternehmen dabei, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und langfristige Ausfallzeiten zu reduzieren. Die konkrete Verpflichtung ergibt sich in der Regel aus der Gefährdungsbeurteilung sowie aus der ArbMedVV (Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge).
Umgang mit Atemschutzgeräten (G26)
Umgang mit Atemschutzgeräten (G26)
Praxisbeispiel: Brandschutzbetrieb
Ein spezialisiertes Unternehmen für vorbeugenden Brandschutz führte mit AMUSA regelmäßige G26-Untersuchungen für Monteure durch, die mit Atemschutzmasken in engen Technikschächten arbeiten. Die Lungenfunktionstests wurden vor Ort durchgeführt, ergänzt durch praxisbezogene Hinweise zur Belastung.
Die Folge: weniger körperliche Ausfälle im Einsatz und mehr Sicherheit bei Einsätzen unter erschwerten Bedingungen.
Tätigkeiten mit Belastungen des Muskel- und Skelettsystems (G46)
Tätigkeiten mit Belastungen des Muskel- und Skelettsystems (G46)
Tätigkeiten mit Belastungen des Muskel- und Skelettsystems (G46)
Ein großes Möbelhaus ließ durch AMUSA gezielt Lager- und Auslieferungsmitarbeitende untersuchen, die regelmäßig schwere Möbelstücke tragen und bewegen mussten. Im Rahmen der G46-Vorsorge standen vor allem Wirbelsäule, Gelenke, Muskelkraft und Beweglichkeit im Mittelpunkt.
Neben der medizinischen Untersuchung erhielten die Beschäftigten praktische Tipps zu rückenschonendem Heben, dem Einsatz von Tragehilfen und zur gezielten Kräftigung der Rumpfmuskulatur.
In Kombination mit verbesserten Hebehilfen und internen Schulungen zur Ergonomie sank die Zahl der Rückenbeschwerden und Arbeitsausfälle deutlich.
Arbeiten mit Hitze (G30)
Arbeiten mit Hitze (G30)
Praxisbeispiel: Bauunternehmen im Hochsommerbetrieb
Ein Bauunternehmen ließ durch AMUSA gezielt Sommerbaustellen-Mitarbeitende untersuchen, die extremer Hitze und maschinellen Erschütterungen (z. B. Rüttelplatten) ausgesetzt waren. Im Rahmen der G30-und G46-Untersuchungen wurden nicht nur medizinische Checks durchgeführt, sondern auch Verhaltens- und Pausenempfehlungen gegeben.
In Kombination mit organisatorischen Anpassungen (z. B. zusätzliche Schattenbereiche) sank die Zahl der hitzebedingten Ausfälle deutlich.
Arbeiten an Bildschirmarbeitsplätzen (G37)
Arbeiten an Bildschirmarbeitsplätzen (G37)
Praxisbeispiel: G37 bei Verwaltungsmitarbeitenden:
Ein öffentlicher Träger ließ 60 Bildschirmarbeitsplätze untersuchen. Unser Betriebsarzt führte die G37-Untersuchungen vor Ort durch und beriet gleichzeitig zur ergonomischen Optimierung der Arbeitsplätze.
Ergebnis: weniger Verspannungsbeschwerden, hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitenden – und vollständige Rechtskonformität ohne Mehraufwand für die Verwaltung.
Fahr- und Steuerungstätigkeiten (G25)
Fahr- und Steuerungstätigkeiten (G25)
Praxisbeispiel – Flexible Betreuung in der Logistik
Ein Logistikunternehmen hatte wiederholt Schwierigkeiten, kurzfristig Betriebsarzt-Termine für neue Mitarbeitende zu bekommen. AMUSA stellte eine mobile Betreuung bereit: Innerhalb von 48 Stunden konnten G25- Untersuchungen für Gabelstaplerfahrer durchgeführt werden.
Ergebnis: keine Verzögerung im Onboarding, zufriedene Teamleitungen – und ein klar strukturierter Prozess für künftige Neueinstellungen.
Tätigkeiten mit Lärmbelastung (G20)
Tätigkeiten mit Lärmbelastung (G20)
Praxisbeispiel: Tischlerei mit Maschinenpark
In einer mittelständischen Tischlerei zeigten mehrere Mitarbeitende bei einer G20-Untersuchung durch AMUSA Auffälligkeiten im Hörtest. In Zusammenarbeit mit der SiFa wurde daraufhin der Lärmschutz im Maschinenraum verbessert, zusätzliche Gehörschutzoptionen eingeführt und das Thema „Hörvorsorge“ fester Bestandteil der Unterweisung. Ergebnis: bewussterer Umgang mit Schutzmaßnahmen und ein Plus an Arbeitssicherheit.
Arbeiten mit Absturzgefahr (G41)
Arbeiten mit Absturzgefahr (G41)
Praxisbeispiel: Dachdeckerbetrieb bei Neubauprojekten
Ein Dachdeckerbetrieb ließ durch AMUSA gezielt Mitarbeitende untersuchen, die regelmäßig in Höhen über 10 Metern arbeiten. Im Rahmen der G41-Untersuchung standen insbesondere Gleichgewicht, Sehvermögen und Herz-Kreislauf-Belastbarkeit im Fokus.
Neben der medizinischen Beurteilung erhielten die Beschäftigten Hinweise zu sicherem Verhalten auf Dächern, ergonomischem Materialtransport und regelmäßigen Pausen zur Vermeidung von Erschöpfung.
In Kombination mit technischen Maßnahmen (z. B. verbesserte Absturzsicherungen) konnten Beinahe-Unfälle deutlich reduziert und die Arbeitsfähigkeit nachhaltig gesichert werden.
Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung (G42)
Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung (G42)
Praxisbeispiel: Pflegeeinrichtung im Umgang mit MRSA-Patienten
Eine Pflegeeinrichtung ließ durch AMUSA gezielt Mitarbeitende untersuchen, die regelmäßig mit infektiösen Patienten arbeiten und dadurch einem erhöhten Risiko für Ansteckungen (z. B. MRSA, Hepatitis, Tuberkulose) ausgesetzt sind.
Im Rahmen der G42-Vorsorge wurden nicht nur Blutuntersuchungen und Impfstatus-Uberprüfungen durchgeführt, sondern auch individuelle Empfehlungen zum Schutz vor Infektionen gegeben. Dazu zählten u. a. Hygieneschulungen, Hinweise zur Händedesinfektion und Informationen zum richtigen Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung
In Kombination mit einer verbesserten Impfquote und klaren Hygieneplänen konnte das Infektionsrisiko im Pflegealltag deutlich reduziert werden.
Arbeiten mit Hautbelastung (G24)
Arbeiten mit Hautbelastung (G24)
Praxisbeispiel: Friseursalon mit hoher Hautbelastung
Ein Friseursalon ließ durch AMUSA gezielt Mitarbeitende untersuchen, die täglich mit Wasser, Shampoos und Haarfärbemitteln in Kontakt stehen.
Im Rahmen der G24-Vorsorge wurden insbesondere Haut, Atemwege und mögliche Allergien überprüft.
Neben der medizinischen Beurteilung erhielten die Beschäftigten praxisnahe Tipps zur Hautpflege, zum Einsatz von Schutzhandschuhen und zur Vermeidung von Dauerkontakt mit Nässe.
In Kombination mit verbesserten Handschuhplänen und hautschonenden Produkten konnten Hautreizungen und krankheitsbedingte Ausfälle deutlich reduziert werden.
Häufige Fehler bei arbeitsmedizinischen Vorsorgen
- Vorsorgen werden gar nicht durchgeführt
- Pflicht- und Angebotsvorsorgen werden verwechselt
- fehlende Dokumentation
- keine aktuelle Gefährdungsbeurteilung
- Mitarbeitende werden nicht ausreichend unterwiesen
- Vorsorgeintervalle werden überschritten
Kundenstimmen
Wichtig
Warum Unternehmen auf externe Unterstützung setzen
Viele Unternehmen wissen nicht genau:
- welche Vorsorgen tatsächlich erforderlich sind
- wann eine Pflichtvorsorge vorliegt
- welche Fristen gelten
- wie die Dokumentation aussehen muss
Eine strukturierte arbeitsmedizinische Betreuung hilft dabei, rechtliche Risiken zu minimieren und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig zu schützen.

Warum sind arbeitsmedizinische Untersuchungen mehr als nur Pflicht?
Viele Unternehmen empfinden arbeitsmedizinische Vorsorgen als bürokratische Last. Doch richtig umgesetzt, bieten sie konkrete Vorteile:
- Frühzeitige Gesundheitsförderung
- Reduktion von Krankentagen
- Erhöhte Mitarbeitermotivation
- Stärkere Arbeitgebermarke
- Rechtssicherheit bei Behördenprüfungen

Wie läuft eine arbeitsmedizinische Untersuchung ab?
Die arbeitsmedizinische Betreuung im Unternehmen erfolgt vollständig DSGVO-konform und wird ärztlich dokumentiert.
Vorgespräch & Anamnese
Erhebung medizinischer und arbeitsplatzbezogener Informationen
Körperliche Untersuchung
je nach Vorsorge z. B. Sehtest, Hörtest, Lungenfunktion, Labor
Individuelle Beratung & Ergebnisrückmeldung
Zum Arbeitsplatz, Verhalten, Risiken & Prävention. Sie erhalten eine qualifizierte arbeitsmedizinische Beurteilung (keine Diagnosen!)
FAQ’s ‒ Häufig gestellte Fragen
Wann ist eine arbeitsmedizinische Untersuchung Pflicht?
Immer dann, wenn besondere Gefährdungen am Arbeitsplatz bestehen – z. B. bei Lärm, Atemschutz oder Nachtarbeit. Die Pflicht ist in der ArbMedVV geregelt.
Was ist der Unterschied zwischen G-Untersuchung und Vorsorge?
Die sogenannten G-Untersuchungen (z. B. G25, G37, G41) sind praxisnahe Bezeichnungen für standardisierte Vorsorgen. Sie folgen der ArbMedVV und orientieren sich an konkreten Gefährdungen.
Wer trägt die Kosten für die arbeitsmedizinische Untersuchung?
Grundsätzlich der Arbeitgeber. Vorsorgen sind Teil der gesetzlichen Arbeitgeberpflicht nach § 3 ArbSchG und dürfen nicht auf die Beschäftigten übertragen werden.
Muss die Untersuchung während der Arbeitszeit stattfinden?
Ja – arbeitsmedizinische Vorsorge ist Arbeitszeit. Auch Reise- und Wartezeiten müssen grundsätzlich angerechnet werden.
Können Untersuchungen auch digital stattfinden?
Teile der Vorsorge – etwa das Vorgespräch oder Beratung – können per Videotermin erfolgen. Körperliche Untersuchungen müssen weiterhin vor Ort durchgeführt werden.
Wie oft müssen betriebsärztliche Untersuchungen durchgeführt werden?
Das hängt von der Gefährdungsbeurteilung ab – in der Praxis meist alle 1–3 Jahre. AMUSA erinnert Sie auf Wunsch automatisch an fällige Untersuchungen.
Was erfährt der Arbeitgeber vom Untersuchungsergebnis?
Nur die arbeitsmedizinische Beurteilung („geeignet“, „mit Einschränkung“, „nicht geeignet“). Diagnosen, Laborwerte oder sonstige medizinische Details unterliegen der Schweigepflicht.
Wie schnell kann AMUSA Vorsorgen umsetzen?
In der Regel innerhalb von 7–14 Tagen. Für dringende Fälle bieten wir Express-Termine oder mobile Betriebsärzt*innen an.
Unsicher, welche Vorsorgen Ihr Unternehmen benötigt?
Wir unterstützen Sie gerne dabei, die passenden arbeitsmedizinischen Vorsorgen für Ihre Branche zu identifizieren und gesetzliche Anforderungen sicher umzusetzen.
📞 Kontaktieren Sie uns jetzt für eine kostenfreie Erstberatung!
Wir prüfen Ihre aktuelle Betreuungslage und erstellen ein Angebot, das zu Ihrem Unternehmen passt.
In vier Schritten zur rechtssicheren arbeitsmedizinischen Betreuung
Schritt 1
Angebot anfordern
Geben Sie Ihre Daten im Formular ein ‒ In weniger als zwei Minuten wissen wir, wie wir Ihnen helfen können.
Schritt 2
Individuelles Leistungsangebot erhalten
Wir prüfen Ihre Anforderungen und senden Ihnen ein individuelles Angebot – meist noch am selben Tag.
Schritt 3
Betreuung starten
Ab Ihrer Freigabe übernehmen wir – Termine, Dokumentation, gesetzliche Nachweise.
Schritt 4
Rechtssicherheit erhalten
Sie erhalten eine nachvollziehbare, rechtssichere Dokumentation – klar, strukturiert und zuverlässig.
